Blow my Mind(set): Willkommen in der digitalen Realität!

 
 

Adapt or die - Unternehmen müssen reagieren, und zwar schnell, um im drohenden digitalen Darwinismus zu überleben. Immer neue Technologien kommen in immer kürzeren Zeitabständen auf den Markt und verändern die Art, wie wir kommunizieren, konsumieren und uns informieren. Smartphones, Wearables und neuerdings IoT – mehr und mehr Geräte sind mit dem Internet verbunden, derzeit rund 14 Milliarden Geräte weltweit. Bis 2020 wird sich diese Zahl verdreifachen. Was für Marketingentscheider fantastisch und abschreckend zugleich ist: Auch die Anzahl potentieller Touchpoints, die ein Unternehmen mit seinen Verbrauchern hat, wird mit der gleichen Dynamik in die Höhe schnellen. 

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Die digitale Transformation ist also zu Recht in aller Munde, doch vielen suggeriert dieses Buzzword einen zeitlich begrenzten Vorgang, der sich zügig planen und in Kürze abschließen lässt. Das ist falsch! Transformation ist ein fortlaufender, nachhaltiger Prozess, an den wir uns immer wieder anpassen müssen. 

Ein Umdenken ist nötig, eine Anpassung im Mindset der Akteure, denn das Tempo dieser Entwicklung wird oftmals unterschätzt und die Uhr tickt: Unternehmen müssen sich den Herausforderungen stellen, die die Digitalisierung erfordert. Veränderungen, die ihre Strukturen und Prozesse betreffen, aber auch unsere Gesellschaft und die Gewohnheiten der Menschen. Die Unternehmen müssen sich auch auf neue Technologien und ein verändertes Consumer-Verhalten einstellen, strategisch reagieren, zukunftsorientiert planen. 

digital transformation revolution

Die digitale Revolution erfordert von Unternehmen eine digitale Evolution – und wer sich nicht an die digitale Realität anpasst, ist akut vom Aussterben bedroht. Wer jedoch schnell, flexibel und innovativ reagiert, dem bieten sich neue Chancen. Ganze Branchen werden derzeit von neuen digitalen Playern erschüttert: Airbnb, Spotify, Uber, um nur einige zu nennen. Diesen neuen Playern ist eines gemein: ein „digital Mindset“. Sie haben die Chance ergriffen, die Markt- und Consumer-Bedürfnisse erkannt und erfolgreich ein Angebot für eine sich wandelnde Gesellschaft geschaffen.

Drei grundlegende Voraussetzungen sind für eine erfolgreiche digitale Transformation wesentlich:

 

  • die Akzeptanz der digitalen Realität, häufig verbunden mit einem Mentalitätswandel der Entscheider,
  • die Bereitschaft zu Investitionen und dem dazu nötigen Mut zum Risiko, 
  • die Schaffung der technologischen Rahmenbedingungen. 

 

Surf or Drown: Die digitale Riesenwelle

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Mit Blick über den großen Teich ist der „Pace of Change“, also die Geschwindigkeit, mit der deutsche Unternehmen die digitale Transformation vorantreiben, allerdings viel zu untertourig. Ist es ein deutsches Mentalitätsproblem? Die uns eigene Abneigung gegenüber Veränderungen und den damit verbundenen Risiken? Das könnte deutlich gefährlicher werden, als der ein oder andere digitale „Fehlgriff“. Denn die Chancen überwiegen: Im „nachwachsenden Rohstoff“ Daten liegt ein Marketing-Potential, das noch nicht einmal annähernd ausgeschöpft wird. Der Einsatz von Big Data und den Technologien, diese Daten zu verarbeiten und in wirksame Marketingkampagnen zu überführen, steht gerade erst am Anfang.

Schon heute zeigen uns viele Beispiele, welches Potential in den Datenbergen steckt: In der Medizin hilft Big Data bei der Früherkennung von Krebszellen, in der Finanzbranche beim Risiko-Controlling, in der Produktion bei der Prozessoptimierung und im Marketing bei einem besseren Consumer-Verständnis.

 

Welcome to Reality: Ein vorläufiges Fazit

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Die digitale Transformation ist längst digitale Realität – ob proaktiv und konstruktiv gesteuert oder von außen und damit für das Unternehmen unkontrollierbar getrieben. Es gibt eigentlich nur zwei Optionen: Die Chancen mit all ihren Risiken zu ergreifen oder den Markt und die Konsumenten untätig an sich vorbeiziehen zu lassen. 

In dieser Blog-Reihe will ich das Thema „Digitale Transformation“ aus drei Marketing-Perspektiven beleuchten: mit Blick auf den Verbraucher und sein Konsum- und Kommunikationsverhalten (Connected Consumer), aus der Sicht der agierenden Unternehmen (Digital Darwinism) und last but not least in Bezug auf den Einsatz von Technologie, die Unternehmen mit den Verbrauchern verbinden kann (Marketing Automation). 

Lassen Sie uns die „Digitale Transformation“  gemeinsam angehen!

 

Lesen Sie im nächsten Beitrag: „Der Connected Consumer – Marketing für den vernetzten Verbraucher“